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Systemischer Blickwinkel

Familiensysteme
Die Familientherapie bzw. systemische Therapie hat sich in den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt. Sie stellt in den Mittelpunkt der Betrachtung nicht mehr den Einzelnen, sondern die Wechselwirkung zwischen den Familienmitgliedern. Das Verhalten der einzelnen Familienmitglieder ist aufeinander bezogen und offenbart bei näherer Untersuchung einen geheimen Sinn hinter dem Offensichtlichen.
So kann beispielsweise ein Kind in einer Familie die Rolle des Sündenbocks annehmen und zugewiesen bekommen, um unerwünschte Anteile der Eltern oder eines Elternteils, wie Versagen und Schwächen, zu mindern.
Das Kind wird dann zum vermeintlichen Looser und nimmt diese Bürde auf sich, damit sich der Elternteil, der sich "schlecht" fühlt, "gut" fühlen kann.
Die Systemische Familientherapie befasst sich mit den zugrunde liegenden Bedeutungen von Verhalten und ihrer Zweckerfüllung für die Gemeinschaft und sucht die unbewussten Interaktionsregeln bewusst zu machen und konstruktiv zu verändern.
