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Verkörperte Paarberatung für Frauenpaare

Die Fülle von Ratgebern, die suggerieren: „Wenn du alles richtig machen würdest, hättest du jetzt nicht dieses Problem!“ machen es einem Paar nicht gerade leicht sich in den Tiefen und Untiefen, die das Leben für jede von uns bereit hält, für eine Weile aufzuhalten.

Zu den schwierigen Gefühlen, in die uns eine Krise führen kann, gesellen sich oft auch noch Selbstzweifel und die Vorstellung, wir hätten das, was gerade passiert, vermeiden können.

Was aber, wenn es genau diese Art von „Problem“ oder „Störung“ in unserer Beziehung gebraucht hat, um anstehende Entwicklungsschritte überhaupt sichtbar zu machen?

In einer Gesellschaft, die Wert darauf legt, dass alles glatt geht, fühlen sich die, die gerade am Ringen um Orientierung sind, eher als Versager. Persönliche Erschütterung wird fast zu einem Ausweis vermeintlicher Unfähigkeit.

In der verkörperten Paarberatung erfährt Ihre Beziehung zunächst einmal Schutz. Sie haben vermutlich nichts falsch gemacht und es geht auch nicht darum „es richtig zu machen“.
Worum geht es dann?

Lesen Sie bitte weiter unter:
Störung

Eine Expedition in das Unbekannte hin zu mehr Echtheit und Intimitätmität und Echtheit.

Paarberatung: In einer Gesellschaft, die Wert darauf legt, dass alles glatt geht, fühlen sich die, die gerade am Ringen um Orientierung sind, eher als Versager.

In der verkörperten Beratung mit Paaren geht es darum, etwas Neues zu entdecken – etwas, was Sie bisher voneinander oder über sich selbst so noch nicht gesehen oder wahrgenommen haben.
Dass etwas anderes als das bisher Bekannte zur Lösung der Situation erforderlich ist, haben Sie beide schon selbst entdeckt.

o Unlösbar erscheinende Konflikte,
o Stagnation,
o eine akute Krise,
o persönlicher Wandel

erzwingen geradezu die Erkenntnis, dass wir mit unseren bisherigen Verhaltensweisen, Mustern und Vorstellungen nicht weiterkommen. Wir sind mit unseren Litaneien an Vorwürfen am Ende. Das ist auch gut so. Hier geht es wirklich nicht weiter!

Eine paradox klingende These, die wir gemeinsam überprüfen werden, ist daher diese: Die "Beziehungsstörung" ist bereits Teil eines Lösungsversuchs.

Sie zeigt nämlich an, Sie als Paar haben bemerkt, dass etwas nicht stimmt und, dass Sie nicht so weitermachen wollen, als wäre alles in Ordnung. Dabei hilft Ihnen die "Störung". Ohne "Störung" würden Sie nichts ändern. Nach 10 oder mehr Jahren würden Sie möglicherweise zurückblicken und sagen, oh was für eine langweilige, anstrengende, karge, lieblose, streitbare oder wie auch immer geartete Beziehung habe ich denn da geführt?

Anstatt sich gegenseitig vorzuwerfen, dass etwas nicht stimmt und einander die Schuld dafür zu geben, könnten Sie also anfangen, sich für das zu interessieren, was da genau "gestört" wird. Was ist nicht mehr in der Balance?

Dabei ist es hilfreich davon auszugehen, dass weder die eine, noch die andere "gestört" ist sondern, dass Sie beide mit der Art, wie Sie die Beziehung führen, nicht (mehr) zufrieden sind. An diesem Punkt angelangt könnte es nun darum gehen herauszufinden, welche Art von Beziehung Sie (mittlerweile) überhaupt miteinander führen.

Lesen Sie bitte weiter unter: Was ist los?

Einem Paarkonflikt liegt immer auch ein innerer Konflikt der Einzelnen zugrunde.

Manche Frauenpaare beschreiben eine funktionierende, tragende und unterstützende Partnerschaft, in der jedoch die Erotik keinen Platz mehr einnimmt. Die Liebe hat sich zu einer Versorgungsgemeinschaft mit vorhersehbaren Abläufen entwickelt. Ist daran irgendetwas falsch?

Andere Frauen berichten über eine tiefe Erschütterung ihrer persönlichen Identität in dem Moment, als die Partnerin sich beruflich weiter zu entwickeln beginnt. Das bisher bestehende Beziehungsgefüge gerät ins Wanken und die eigene Rolle darin ist plötzlich in Frage gestellt. "Du hast doch immer für mich gesorgt!" oder: "Ich habe doch immer für dich gesorgt“. Wer bin ich jetzt?"

Liebesbeziehungen unter Frauen sind gerade am Anfang häufig von stark symbiotischen Gefühlen dominiert. Wir lieben uns bis zum Wahnsinn!

Frauen berichten aber auch gerade aus dieser Anfangsphase über ebenso starke dramatische Streitgefechte, wodurch nichts mehr von der Nähe und Intimität, die eben noch bestanden hat, vorhanden zu sein scheint – sondern nur noch Hassgefühle wahrgenommen werden. Sie leiden unter diesem Wechselbad der Gefühle. Was steckt dahinter?

Das plötzliche Auftauchen einer Liebhaberin als Auslöser für eine Partnerschaftskrise ist auch eine bekannte "Störung". Meist teilt das Paar die gemeinsame Auffassung, dass es hier eine „Schuldige“ und eine „Unschuldige“ gibt. Ist das so?

In der verkörperten Beratung mit Paaren geht es um das Forschen und Entdecken, ganz ähnlich wie bei einer Expedition zu einem unbekannten Kontinent.

Wenn ich nicht eine bestimmte, festgelegte Erwartungshaltung habe, kann ich offen und neugierig für das Neue sein. Wenn ich hingegen davon ausgehe, alles schon zu kennen, winke ich ab, höre und sehe nicht mehr genau hin und lebe in der Welt meiner eigenen Vorstellungen – ohne dies unbedingt bemerken zu müssen.

Wenn das in einer Partnerschaft jede so macht, dann lebt dieses lesbische Paar sprichwörtlich aneinander vorbei. Wollen wir das?

Lesen Sie bitte weiter unter: Was ist passiert?

Was passiert in der verkörperten Beratung mit Paaren?


Sie und Ihre Partnerin werden mit meiner Begleitung Ihre individuelle Paardynamik, fernab von moralischen Verengungen und heimlichen Zielen: "alles soll wieder gut werden", gemeinsam enträtseln und sich und Ihre Freundin besser kennenlernen.

Wie die Bezeichnung "verkörperte Beratung" nahelegt, geht es darum, in einen anderen Erfahrungsraum als den des Sprechens einzutreten. Geredet haben Sie sicherlich schon sehr viel.

Sprache kann uns verbinden. Sie kann uns aber auch von unserem inneren Erleben abtrennen.

Beziehung und Kommunikation vollzieht sich hauptsächlich über Gesten und Haltungen, die uns oft völlig unbewusst sind. Unser Körper funktioniert wie ein Navigationsinstrument. Er lässt sich nicht täuschen. Wenn die Partnerin nur noch flüchtige Küsse verteilt, dann nehmen wir das wahr und reagieren darauf.

Möglicherweise nicht bewusst und nicht direkt. Anstatt zu fragen: "was ist los?", erzählen wir vielleicht davon, was wir alles im Haushalt erledigt haben. Vielleicht bekommen wir schlechte Laune oder wir fangen an die Freundin genauer und argwöhnisch zu beobachten.

In den Paarsitzungen sind unsere unbewussten Anteile auch präsent. Wir können also als erstes damit beginnen auf unseren Körper hören zu lernen.

Lesen Sie bitte weiter unter: Wahrnehmen


Wir nehmen wahr, was ist:


  • Was ist gerade in mir?
  • Wie erlebe ich dich?
  • Wie erlebe ich uns beide hier? Jetzt.
  • Wir nehmen uns Zeit.
  • Wir verlangsamen uns.
  • Wir bemühen uns darum, gewohntes Verhalten (z.B. Vorwürfe) für eine Zeit zu unterbrechen.
  • Wir probieren etwas Neues aus und schauen: "Wie fühlt sich die Veränderung an? Wird etwas besser? Wird etwas schlechter?"

Der Kreislauf von Vorwürfen und Schuldzuweisungen, von Angriff und Rückzug wird unterbrochen.

Wir lernen hier den Blick nach innen – auf die Vorgänge in unserem Körper zu lenken und entwickeln zunächst einmal ein Verständnis für uns selbst – jede für sich im Beisein der Anderen. Wir versuchen die Momente zwischen uns, in denen wir nicht voller Abwehr sind, zu vermehren: "Eben konnte ich wirklich etwas von mir mitteilen. – Jetzt konnte ich für einen kurzen Augenblick wirklich dich sehen und hören und Mitgefühl für dein Erleben haben."

Wenn wir anfangen, die starken Affekte, die der Abwehr und unserem Schutz dienen, von dem dahinterliegenden – meist verletzten - Gefühl zu unterscheiden, verändert sich auch unsere Sprache.


Häufig ist gerade das, was uns einst an der Anderen so angezogen hat, genau das, was uns heute so sehr abstößt! Nicht selten hören wir hinter den Worten und Handlungen unserer Liebsten die Mutter – entweder die Eigene oder die der Partnerin.

Eine Krise in der Liebesbeziehung kann so als wichtiger Entwicklungsimpuls für die eigene persönliche Entwicklung verstanden werden. Wir brauchen die Andere und die Reibung mit ihr, um uns und alles was in uns steckt hervorbringen zu können.

Lesen Sie bitte weiter unter: alleine?

Was, wenn meine Partnerin nicht mitkommt?


Eine Partnerschaft profitiert von einer gemeinsamen "Expedition in das Beziehungsgeflecht" sehr viel. Die Liebe kann sich über den Prozess des gemeinsamen Kennenlernens vertiefen und es kann sich eine völlig neue Qualität von Bezogenheit und Lebendigkeit entwickeln.

Die Liebesbeziehung erfährt eine spürbare Entlastung, wenn wir anfangen uns mit unseren eigenen Anteilen, die für die Qualität des Zusammenseins verantwortlich sind, zu beschäftigen.

Wenn die Partnerin nicht offen für eine Paarberatung ist, muss diejenige, die sich etwas davon verspricht, deshalb nicht die eigene Suchbewegung nach den Ursachen des Paarkonflikts aufgeben. Ein häufig anzutreffendes Muster in Beziehungen ist ohnehin: "Wenn du es nicht willst, mach ich es auch nicht."

Ein erster Schritt, sich aus den gemeinsamen Verstrickungen zu lösen, kann auch darin bestehen, zunächst für sich alleine mehr Klarheit über die Beziehung gewinnen zu wollen.

Eine solche Separationsbewegung kann bereits etwas vollkommen Neues in der Beziehung darstellen und den eingefahrenen Ablauf mit der vertrauten Rollenverteilung verändern.

Lesen Sie bitte weiter unter: Trennung

Was, wenn wir uns trennen wollen?


Der Entschluss, sich voneinander zu trennen, kann für manche Paare die bestmögliche Entscheidung sein. Das ist besonders dann der Fall, wenn beide anerkennen können, dass keine mit dieser Form der Beziehung zufrieden ist – trotz erheblich erbrachter Bemühungen "es miteinander hinzukriegen".
Es kann dann sogar ein wahrer Segen für beide sein endlich anzuerkennen, dass sich eine gute Beziehung eben nicht „erarbeiten“ lässt.

Dann stellen sich Fragen wie:


  • Wie wollen wir auseinandergehen?
  • Was brauchen wir dafür, um uns auch innerlich voneinander lösen zu können?
  • Wovon wollen wir Abschied nehmen?
  • Was ist mein Anteil daran, dass unsere Beziehung diesen Verlauf genommen hat?
  • Was haben wir uns in der Partnerschaft (dennoch) geben können? Wofür können wir der anderen danken?
  • "Wer" wollen wir in Zukunft füreinander sein?

In der verkörperten Paarberatung begleite ich Sie dabei, wenn Sie Abschied voneinander nehmen wollen, damit jede für sich gut weiter leben kann.

© 1996 - 2012  Andrea Schindler - Psychotherapeutin  Stand: 12.03.2012

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